1. Warum Schreibberatung?
- Schreiben ist eine Schlüsselkompetenz – und damit immer auch eine Chance: Schreiben bringt Sie weiter – fachlich und persönlich! Lerninhalte, die Sie schreibend durchdringen, – indem Sie etwa auf dem Papier „denken“, kreative Schreibtechniken nutzen oder eine längere Arbeit über ein (möglichst selbstgewähltes) Thema schreiben -, werden für Sie so erst als „inneres“ und damit nachhaltig wirkendes Wissen verfügbar. Zu verstehen, wie Schreiben im universitären Kontext funktioniert und zu erfahren, wie Sie schreibend Teil der wissenschaftlichen Gemeinschaft werden, ist der Schlüssel zu Kompetenz und Erfolg – und vor allem zu einem als sinnvoll, motivierend und freudig erlebten Studium!
- Schreiben ist Projektmanagement: Die Fähigkeiten, die Sie gewinnen, indem Sie selbst Ziele formulieren, ein Textprojekt planen, Sachverhalte analysieren und in Ihrer Sprache wiedergeben, werden Sie auch im Berufsleben sinnvoll einsetzen können.
- Schreiben ist Arbeit – keine Frage! Schreiben ist immer mit Zweifeln, Abbrüchen, Problemen, Ängsten verbunden. Kein Text entsteht „einfach so“: Ganz im Sinne der amerikanischen Schreibdidaktik ist „writing“ auch immer „re-writing“, das heißt, „der“ Text entsteht in vielen Arbeits- und Überarbeitungsphasen – selbst die Ihrer Professoren! Das heißt aber auch…
- … Schreiben ist lehr- und lernbar: Genau hier setzt die Schreibberatung an. Während an deutschen Universitäten es immer noch schlichtweg vorausgesetzt oder als „reine Begabungssache“ behandelt wird, wissenschaftlich schreiben zu können und es daher an entsprechenden Beratungsangeboten mangelt (nicht umsonst ist die Abbrecherquote in Deutschland so hoch!), ist es an amerikanischen Universitäten gute Tradition, Studierenden beim Verfassen Ihrer Schreibprojekte zur Seite zu stehen. Im gemeinsamen Gespräch unterstützt die Schreibberatung nach amerikanischem Vorbild dabei, im Sinne einer „Hilfe zur Selbsthilfe“ schrittweise zu verstehen, wie wissenschaftliches Schreiben funktioniert, mittels kreativer Schreibtechniken und Hilfsmittel Strategien zu entwickeln – und nicht zuletzt über die ganz natürlich mit dem Schreiben verbundenen Schwierigkeiten, Sorgen und Ängste mit einem verständnisvollen und geschulten Partner zu sprechen.